Geographie & Klima

Das Klima in Venezuela ist tropisch und regnerisch – mit punktuellen Niederschlägen, wie sie für inter-tropische Gebiete typisch sind. Bezüglich der Temperatur gibt es allerdings Unterschiede zu anderen inter-tropischen Regionen. Abhängig von der Höhenlage findet man innerhalb des Landes verschiedene Temperaturwerte. An der Karibikküste betragen die Werte zwischen 23°C und 30°C, in den Höhenlagen der Anden und der Kordilleren im Nordosten des Landes (4.700 und 800m über dem Meeresspiegel) können die Temperaturen zwischen 0°C y 23°C schwanken. In den Llanos ist das Klima heiß und trocken, wechselt sich jedoch mit starken Niederschlägen ab. In den Regionen im Süden des Orinoco sowie am Delta (Amazonas, Bolívar und Orinoco-Delta) ist das Klima feucht und die Temperaturwerte hoch.

In geografischer Hinsicht bietet Venezuela eine große Vielfalt, es zählt zu den 17 vielfältigsten Ländern der Welt, weitere 5 liegen ebenso in Südamerika. In Venezuela gibt es 4 natürliche Regionen, die ihrerseits in 9 geografische Regionen unterteilt werden. Diese verfügen über ähnliche Charakteristiken, ohne jedoch gänzlich homogen zu sein. Man kann also von 9 natürlichen Regionen ausgehen, die wir Ihnen nachfolgend präsentieren:


Die Andenregion

Hier befinden sich die höchsten Berge Venezuelas. Die bedeutendsten sind der Pico Bolívar und der Pico Humboldt. Die Region der venezolanischen Anden erstreckt sich fast von der Küste bis zum Übergang nach Kolumbien, von dort aus ziehen sich die Anden über den gesamten südamerikanischen Kontinent bis zur Region Austral, in Patagonien und Feuerland. Doch schon allein in den venezolanischen Anden trifft man vom Fuß bis zum höchsten Gipfel auf die verschiedensten Ökosysteme mit ihren jeweils eigenen Lebensformen und Charakteristiken.


Die Region um den Maracaibo-See

Diese befindet sich inmitten der Andenkordillere und der Perijá. Hier befindet sich der Maracaibo-See, der mit seinen 13.820 km² der größte See Süd- und Lateinamerikas ist. In diesen See münden der Escalante-, der Santa-Ana- sowie der Catatumbo-Fluss; letztgenannter zeichnet sich für den Namen des als Wetterleuchten des Catatumbo bekanntem, weltweit einzigartigem meteorologischem Phänomen verantwortlich.


Die Region der Zentralkordillere

Nimmt etwa 3 % der Fläche Venezuelas ein und ist eine dicht besiedelte Region. Sie erstreckt sich entlang der nördlichen Küste, in ihren Tälern befinden sich verschiedene wichtige Städte, darunter Caracas, die Hauptstadt Venezuelas. Von Caracas aus starten unsere Rundreisen. Inmitten der Kordillere liegt zudem der Henri-Pittier-Nationalpark, den Sie mit uns besuchen können.


Die Region der östlichen Kordillere

Befindet sich im Norden Venezuelas, zwischen dem Golf von Paria, den Llanos und der Karibik. Hier liegt die Paria-Halbinsel, die Sie ebenfalls mit uns besichtigen können.


Die Inselregion

Ist die kleinste Region des Landes, sie liegt inmitten der Karibik und setzt sich aus vielen kleinen Inseln zusammen. Insgesamt sind es 311, die nächst gelegene Insel ist Puerto La Cruz, nur 2 bis 3 Kilometer vom Festland gelegen, die entfernteste Insel ist die Isla de las Aves (Insel der Vögel) in 500 Kilometer Entfernung zum Festland.

Die wichtigste Insel ist die Isla de Margarita, die sich aus zwei Bergmassiven zusammensetzt, einer davon ist der Copey-Hügel. Desweiteren gibt es Inselgruppen aus antiken erodiertem Gestein, die sogar die Meeresoberfläche durchbrechen, wie es beim Los-Roques-Archipel der Fall ist.


Die Delta-Region

Diese Region umfasst eine Gesamtfläche von 32.000 km². Sie befindet sich im Osten Venezuelas, zwischen dem südlichen Ausläufer des Bundesstaates Monagas, dem Bergmassiv von Guayanés und dem Atlantik. Hier liegt das Orinoco-Delta, das durch die Mündung eines der größten Flüsse der Welt, dem Orinoco, entstanden ist.


Die Guayana-Region (südlich des Orinoco)

Diese Region nimmt 45 % der Gesamtfläche Venezuelas ein und beherbergt eine der ältesten geologischen Formationen der Erde. Hier gibt es Ebenen und Plateaus, die noch fast aus der Zeit der Entstehung der Erde stammen. In der Sprache der Berg-Pemon werden diese Tepui genannt. Inmitten dieser Bergformationen befindet sich auch der höchste Wasserfall der Welt, der Kerepacupai Vena, besser bekannt auch als Salto Ángel.


Die Region der Llanos

Es ist die Region der Tiefebenen, die nur 50 bis 500 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Man unterteilt die Region in Höhere und Niedere Llanos, während der Fluss in den Höheren Llanos nicht über die Ufer tritt, werden die Niederen Llanos von Überschwemmungen heimgesucht. Die Llanos durchlaufen als Streifen das gesamte Zentrum Venezuelas, hier trifft man auf eine reichhaltige Fauna. Kommen Sie mit uns auf Safari durch die Llanos und lernen Sie das Wildleben aus nächster Nähe kennen.


Die Region der Lara-Falcón-Formation (Coro-Region)

Dies ist ein Übergangsgebiet im Nordwesten des Landes. Es gibt flache Reliefs, die nur bis auf eine Höhe von 1.700 m reichen. Hier befinden sich auch die Sierra von San Luis und die Dünenlandschaft von Coro, eine Wüste mit Dünen, ihrer Art nach einzigartig in Venezuela.

In diesen Regionen verteilt befinden sich auch die Gebiete unter spezieller Verwaltung, dazu gehören unter anderem Nationalparks, Naturdenkmäler, Wildpflanzenreservate, Pflanzen- und Biosphärenschutzgebiete auf venezolanischem Staatsgebiet.


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